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Russlandtour 2009


Hallo, lieber Leser/liebe Leserin,

wie jedes Jahr zog es mich und einen Kumpel einmal wieder ins „Spotterparadies“ Russland – wo sonst hat man so viele schöne und laute Flugzeuge auf einem Fleck?
Es freut uns, Euch nun von unserer 2ten Reise in der Zeit vom 10.-19.04.2009 nach Moskau und Umgebung erzählen zu können.
Auf Grund der Vielzahl an Bildern, die im Laufe der Reise an den verschiedenen Ports entstanden sind, werden wir den Tripreport in 3 Teile aufteilen.
Aber jetzt genug der Worte – ab nach Russland.

Wie im Titel schon beschrieben, berichten wir Euch im ersten Teil von den Flughäfen Sheremetyevo und Vnukovo.

VKO



Der Flughafen Vnukovo liegt Süd-Westlich von Moskau und wird neben dem Linienverkehr, der Hauptsächlich aus russischen Airlines besteht, auch vom der „Russian State Company“ benutzt.
Von der City aus gelangt man dort mit der Metrolinie 1 (Rot) zur Stadion „Jugo-Sapadnaya“ und von dort aus mit dem Bus 611 direkt in den Anflug.



Die Preise der öffentlichen Verkehrsmittel in Moskau sind noch immer sehr günstig. So kostet eine Fahrkarte für die Metro, mit der man durch das komplette Netz fahren kann lediglich 22 Rub ( ca 50 cent).
Die Spottingposition im Anflug liegt nur ca 50 Meter von der letzen Bushaltestelle vor dem Airport auf einer großen Wiese (1). Von dort aus hat man gute Sicht bis weit in den Anflug und kann ohne Probleme und ungestöhrt fotografieren.



















Ab ca 17:30 Uhr sollte man auf Grund der Bahnausrichtung (06/24) auf die andere Seite der Wiese wechseln. (2)

















Neben dem anfliegenden Verkehr bietet der Flughafen Vnukovo auch einen sehr interessanten Gateguard – eine Tupolev Tu104, welche direkt an der Straße zum Flughafen steht und auch zu Fuss von der Spottingposition in kaum 5 min zu erreichen ist. (3)



SVO



Ein weitere der 3 großen Zivilflughäfen Moskaus ist der nördlich der Stadt gelegene Flughafen Sheremetyevo, an dem vor allem die russische Aeroflot vertreten ist.
Auch der Flughafen Sheremetyevo hat neuerdings einen Gateguard vor den Terminals. So findet man vorm Terminal 1 diese Ilyushin Il-18V, welche zuvor bei Aeroflot-Latvia im Dienst war. (5)



Von dort aus kann man immer der Straße entlang richtung Anflug laufen. Auf dem Weg dorthin kommt man auch an der Scrapping-Area vorbei. (4)




Auch in SVO bietet es sich an, am besten im Anflug zu fotografieren. Dort werden Spotter zwischenzeitlich von der Polizei gedultet. Wir standen den ganzen Tag dort und wurden kein einziges mal von den vielen Polizeistreifen, die an uns vorbeikamen auch nur angesprochen. (1) , (2) + (3)
Ein Besuch in SVO lohnt sich vor allem Montags, denn dort kommt Ariana Afghan Airlines mit einer ihrer B727 aus Kabul via Baku um 14 Uhr angeflogen.





Des Weiteren schickt Aeroflot so gut wie jeden Flugzeugtyp, den sie in der Flotte haben im laufe des Tages vorbei.









Aber auch Aeroflot-Don und Nord …







… sowie die recht junge Nordwind Airlines…



sind stark vertreten.

Wir hoffen, wir konnten Euch hiermit einen ersten kleinen Eindruck aus Russland bringen. Im zweiten Teil nehmen wir Euch mit nach Domodedovo, der Air Force-Base „Chkalovskaya“ und dem Luftfahrtmuseum in Monino – lasst Euch überraschen.

Im 2. Teil unseres Reisebrichtes möchten wir Euch gerne die Flughäfen Domodedovo und Chkalovskaya sowie das Luftfahrtmuseum in Momino vorstellen.

DME

Der Flughafen Domodedovo ist der größte Internationale Flughafen Moskaus und liegt im Süden der Stadt (eine genaue Metrokarte gibt es im Teil 1 der Berichtreihe).
Hier findet man eine bunte Mischung von Internationalen Airlines, die Teils auch mit Großgerät angeflogen kommen und Russischen Airlines – wobei deutlich zu erkennen S7 (früher Sibir) sowie Transaero am stärksten vertreten sind.
Dank unserer russischen Spotterkollegen, mit denen wir uns schon letztes Jahr getroffen haben , hatten wir dieses Jahr die Möglichkeit, an einer Vorfeldrundfahrt teilzunehmen.
Diese wird vom Betreiber des Flughafen, Eastline, in unregelmäßigen Abständen für die Spotter aus und um Moskau kostenlos veranstaltet.
Nachdem sich alle ca 30 Spotter im Terminal versammelt haben, wurden wir von unserer Organisatorin und Tourführerin, Elena ( die neben Englisch auch gut Deutsch konnte), begrüßt. Durch die Sicherheitskontrolle für Mitarbeiter ging es dann direkt aufs Vorfeld, wo ein Bus bereits auf uns Wartet. Die 5 stündige Tour konnte also losgehen.
Als erster Halt stand eine Abstellposition direkt am RWY 14R an, wo wir uns frei bewegen durften – selbst die Flugzeugtreppen, welche verteilt rumstanden, durften bestiegen werden.











Kavkazkie Mineralnye Vody kurz KMV mit Tu154 B-2 8)







Anschließend fuhr uns der Bus in Richtung Werft, vor der so einige IL76 / IL62 zur Reperatur standen.







Nachdem alle Flugzeuge bestmöglich abfotografiert waren, ging es direkt weiter in Richtung ScrappingArea. Auch hier durften wir uns frei bewegen und jede Maschine aus direkter Nähe ablichten. Es kamen sogar ein paar Vorfeldfahrzeuge mit Treppen angefahren, die extra für uns in Position gebracht wurden!

















Diese Tu 154M war früher auch in STR Stammgast :cry:

Zusammengefasst war diese Tour wirklich einmalig. Mit einem dermaßen großen entgegenkommen für Spotter in Russland haben wir im besten Willen nicht gerechnet und wir können nur ein großes Lob an dieser Stelle an Eastline geben!

CKL

Neben dem 3 Zivilflughäfen bietet Moskau auch noch eine AirForce Base der russischen Luftwaffe. Diese befindet sich im Nord-Osten Moskaus und ist mit der Metro sowie einem Shuttlebus einfach zu erreichen. (1)



Der Flughafen verfügt über 2 parallele Start- und Landebahnen mit der Ausrichtung 14/36 wird hauptsächlich für Fracht- sowie Trainingsflüge im Auftrag der Luftwaffe genutzt.
Die Trainingsflüge finden jeweils in der Zeit zwischen 10:00 – 13:00 Uhr sowie Abends ab 18 Uhr statt.



eine IL76 der Russia Air Force. Man beachte die Bewaffnung am hinteren Teil der Maschine :!:



AN 12 der Russian Air Force, based Moscow Chkalovsky



Diese Antonov AN-72 der Russia Air Force flog an diesem Abend mehrere Testflüge.



Ein Highlight an diesem Abend. Eine IL80VKP im Endanflug auf CKL :shock:



Dahinter gleich diese schöne IL22 der Russia Air Force :shock:



Auch Tu 134 waren vertreten, wie diese ...



Eine Tu 134 UB-L der Russia Air Force bei einem der zahlreichen Testflüge an diesem Abend ...Was für ein SOUND !!!!



weil es so schön ist nochmal die RF-66049

Monino

Nicht weit von Chkalovskaya entfernt liegt das Luftfahrtmuseum Monino. Am besten zu erreichen is das Museum mit dem Zug, dessem Bahnhof sich nur wenige 100 Meter von der Spottingposition entfernt befindet (3) . Auf dem Weg dorthin kommt man an einer Sukhoi Su-7b vorbei, die als Gateguard am Straßenrand steht (2) .



Das Museum selbst befindet sich hinter ein paar Kasernen am Ende des Dorfes Monino. Ohne unserer russischen Spotterkollegen hätten wir das Museum daher nicht gefunden, da es keine Beschilderung zum Museum gibt. Und auch an der Kasse waren unsere russen vom großem Vorteil, denn die Kassiererin war eine alte Frau und konnte daher kein Englisch.
Der Eintritt kostet für Ausländer 200 RUB (5€), für Russen 50 RUB(1,20€). Des weiteren kommt noch eine Fotografiererlaubniss in Höhe von 350 RUB(8,70€) pro Person hinzu.
Nach ein wenig russischer Verhandlung mussten wir dann am Ende doch nur den Preis für russen zahlen – mit dem Hinweis der Kassiererin, wir sollten uns dann innerhalb des Geländes auf keinen Fall auf Deutsch unterhalten, so das wir nicht auffallen ( was man nicht alles tut, um Geld zu sparen ;) )
Im Inneren des Museums findet man so gut wie alles, was einmal im Laufe der Geschichte bei der russischen Luftwaffe geflogen wurde oder aus russischer Hand erbaut wurde.



Die MIL MI-12 ist der größte Helikopter, der je geflogen ist.



Antonov AN-22. Direkt dahinter stehen eine An-8 sowie die "Beriev Bartini VVA-14"



Diese Beriev 32 stand früher im Dienst der Aeroflot



Sukhoi T-4








Hiermit endet der 2. Teil unseres Berichtes. Im 3. und letzten Teil berichten wir von unseren Ausflügen nach St. Petersburg und Kaliningrad und nehmen Euch mit in die alte und schöne Stadt von Moskau – reinschauen lohnt sich also.

Im Dritten und letzten Teil unserer Berichtreihe nehmen wir Euch mit auf unsere Flugtrips, die im Laufe unserer Russlandreise gemacht wurden.

LED St. petersburg

Den Anfang machte ein Daytrip nach St Petersburg, um dort Bianca und Peter sowie ein paar Spotter, die wir letztes Jahr in Moskau kennengelernt hatten, zu treffen.
Gebucht hatten wir dazu 2 Flüge mit Rossiya, die jeweils mit einer Tu-154 ausgeführt werden sollten. Eine Woche vor Abflug bekamen wir jedoch dann einen Anruf aus Frankfurt, das der Hinflug leider gestrichen wurde und wir kostenlos auf den beinahme Zeitgleichen Aeroflot Flug umgebucht wurden – leider wurde also somit eine der beiden erwarteten Tu-154 zu einem A320.

In St. Peterburg angekommen wurden wir von unserern Local-Spotterkollegen direkt begrüßt. Diese führten uns auch zu den besten Spottingmöglichkeiten.
Neben der bekannten Auffahrt zum Terminal Pulkovo 1, wo man direkt auf Augenhöhe mit den Maschienen ist…..







…fuhren wir auch noch in Richtung Scrapping-Area wo sich inzwischen viele Tu134/154 angesammelt haben, die auf ihre Verschrottung warten.



Unter anderem Befindet sich hier auch die RA-85667, welche nach einem Triebwerksbrand hier abgestellt wurde.



Nach einem leicht nassen, aber sehr erfolgreichen Tag in St. Peterburg stand dann einmal wieder ein Flug in einer Tu-154 an. Diesmal brachte uns die Maschiene mit der Kennung
RA-85769 mit viel Sound sicher zurück nach Moskau.



Hiermit endet unser Bericht auf Russland. Vielen Dank, das Ihr Euch die Zeit genommen und alle 3 Teile gelesen habt. Wir hoffen sehr, wir konnten Euch hiermit einen kleinen Eindruck aus dem schönen Russland geben. Für uns war die Reise einmal wieder eine schöne Erfahrung und sie wird auf jedenfall nicht die letzte gewesen sein.

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